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	<title>Bilderrahmen Blog &#187; Rahmen, Theater und Film</title>
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	<description>Ein Bild ohne Bilderrahmen ist wie eine Seele ohne Körper.</description>
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		<title>Rahmen und Film: Gibt es einen Filmrahmen?</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Feb 2009 13:07:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ElsaLeRoy</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Rahmen ist, ebenso wie er als Bilderrahmen zur Malerei gehört, ein fester Bestandteil des Kinos, bzw. des Films. Versucht man abseits vom ontologischen Rahmen des Mediums Film einen Rahmen innerhalb dessen zu finden, so stößt man unabdingbar auf einen der verkanntesten Filmemacher des zwanzigsten Jahrhunderts: Jean-Luc Godard. Eines ist bei dem französischen Autorenfilmer besonders [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;">Der Rahmen ist, ebenso wie er als Bilderrahmen zur Malerei gehört, ein fester Bestandteil des Kinos, bzw. des Films.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Versucht man abseits vom ontologischen Rahmen des Mediums Film einen <em>Rahmen</em> innerhalb dessen zu finden, so stößt man unabdingbar auf einen der verkanntesten Filmemacher des zwanzigsten Jahrhunderts: Jean-Luc Godard.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Eines ist bei dem französischen Autorenfilmer besonders auffallend und erinnert in jenem innewohnenden Anspruch an den Berliner Künstler Gerold Miller: Die Kunstfilme Godards fordern &#8211; wie die Kunstwerke Millers &#8211; einen aktiven Rezipienten, der das Kunstobjekt Bild/Film mit seinem eigenen Wissen und seiner eigenen Interpretationsarbeit ergänzen muss.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Godards phasenweise festzustellender Anspruch, Filme zu machen, so wie eben ein Maler malt, zeigt sich in keinem anderer Film, wie dem 1982 erschienenen <em>Passion</em><span style="font-style: normal;">. Er offenbart die Möglichkeit eines spielerischen Umgangs zwischen Malerei und Film.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-style: normal;">Kein Film also bei dem sich der Zuschauer entspannt zurücklehnen kann, wie es (nach Godards medienästhetischer Auffassung) die Unterhaltungsbranche vorgibt, sondern vielmehr gefordert wird.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;">Godard geht es zum Teil um einen speziellen Umgang mit den Rahmen der beiden Medien: Den Rahmen des Gemäldes und dessen Inneres und den Rahmen des Films. Godard hatte verschiedene Vor-Bilder für <em>Passion</em>: Goya, el Grecco, Rembrandt und Watteau, die er mittles sog.<em> <a title="tableaux vivants" href="http://www.bilderrahmen-blog.de/tableaux-vivants-lebende-bilder/" target="_blank">tableaux vivants</a></em> zum Leben erweckte, um gleichzeitig mit den jeweiligen Dispositiven der Medien Malerei und Film zu spielen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;">Unter einem Dispositiv der Malerei kann die <em>Um</em>rahmung des Kunstwerks, das durch seine innere Rahmung eine abgeschlossene Komposition darstellt, verstanden werden. Kontrastiv wären wichtige Dispositive des Films/Kinos vielmehr die der Bewegung und der Zeit.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;">
<p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;">In ihrer jeweiligen Rahmung wirken Gemälde abgeschlossen &#8211; der Film auf der Leinwand wirkt hingegen nach Außen eben nicht abgeschlossen. Dort wo der Film aufhört, hört die Leinwand ebenfalls auf. Der Rahmen ist demnach keiner der einschließt und bewegungslos macht, wie jener in der Malerei. Gleichzeitig ist das Innere, bspw. das durch einen Rahmen eingeschlossene Fernsehbild, zwar nach Außen abgeschlossen, aber durch seine Veränderbarkeit (Kamerafahrt, Schwenk, Szenenwechsel, Bewegung) offen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-style: normal;">Der französische Filmtheoretiker André Bazin bezeichnet deshalb den (Film)rahmen im Kontrast zum (Bild)rahmen (</span><em>cadre</em><span style="font-style: normal;">) als Maske (</span><em>cache</em><span style="font-style: normal;">).</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-style: normal;">Der Rahmen im Film schließt also das Bild lediglich nach außen ab, während er ein Gemälde zudem fixiert und schließt.</span></p>
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		<title>Tableaux vivants &#8211; lebende Bilder</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Feb 2009 12:43:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ElsaLeRoy</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der französische Ausdruck (&#8216;lebende Bilder&#8217;) geht auf eine Bewegung Ende des 18. Jahrhunderts zurück. Zu jener Zeit wurden vermehrt Werke aus der Malerei sowie der Plastik (wie antike Statuen) durch lebende Personen dargestellt oder nachgeahmt. So entstanden lebende Bilder, die zunächst zur Belehrung oder Unterhaltung dienten und besonders im Theater des 19. Jahrhunderts Verwendung fanden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der französische Ausdruck (&#8216;lebende Bilder&#8217;) geht auf eine Bewegung Ende des 18. Jahrhunderts zurück. Zu jener Zeit wurden vermehrt Werke aus der Malerei sowie der Plastik (wie antike Statuen) durch lebende Personen dargestellt oder nachgeahmt. So entstanden lebende Bilder, die zunächst zur Belehrung oder Unterhaltung dienten und besonders im Theater des 19. Jahrhunderts Verwendung fanden. Durch ihr Dispositiv weisen sie gerade Parallelen zum Theater auf.<br />
Die Entwicklung der<em> tableaux vivants</em> geht über die Fotografie, innerhalb einer bürgerlich attackierenden Bewegung Anfang des 20. Jahrhunderts, hinzu surrealistischen Formen und ihrer Symbolisierung der Auseinandersetzung Kunst-Alltag in den 60er/70er Jahren. Im Medium Film werden<em> tableaux vivants </em>hingegen verwendet, um bestimmte theatrale Szenen darzustellen oder gar jene Kunstform des 18./19. Jahrhunderts intermedial zu integrieren. Dergleichen findet man solche bspw. in Pier Paolo Pasolinis <em>La Ricotta</em> in dem Film <em>Passion</em> (1982) des französischen Autorenfilmers Jean-Luc Godard wieder oder etwa im Film <em>Gettysburg</em> (1993) des amerikanischen Regisseurs Ronald F. Maxwell.<br />
Unter anderem findet man heute <em>tableaux vivants</em> auf der Straße wieder, in den sog. <em>Living Mannequins</em>, einer Kunstform der Schauspieler angehören, die sich verkleidet und geschminkt durch Unbeweglichkeit in der Öffentlichkeit als Statuen oder Skulpturen geben.<br />
<em>Tableaux vivants</em> sind als Kunstform zwischen Malerei und Theater (Film), demnach in einem Zwischenspiel von Bewegung und Nicht-Bewegung etabliert. Wird ein Gemälde (unbewegt) mittels eines<em> tableaux</em> (bewegt) in einer Fotografie (unbewegt) festgehalten, so ist das lebendige Bild auf das Entplastizierte, Unartifizielle durch den (lebendigen) Menschen versinnbildlicht. Genau hier liegt der Grundgedanke der<em> tableaux</em>, deren erklärtes Ziel es ist, die erzeugte Bewegung bis zum Stillstand zu unterdrücken. Vergangenes wird vergegenwärtigt, zugleich werden Reflexionen und Interpretationen von Kunst(geschichte) inszeniert.<br />
<em>Tableaux vivants</em> sind selbst eine Art Medium, insofern sie immer als Träger Inhalte transportieren, gleichzeitig stehen sie in Abhängigkeit zu bereits Existierendem: sie sind auf „Zitate“ angewiesen, ohne die sie nicht existieren könnten.</p>
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