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	<title>Bilderrahmen Blog &#187; Eine philosophische, psychologische und ästhetische Begegnung</title>
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	<description>Ein Bild ohne Bilderrahmen ist wie eine Seele ohne Körper.</description>
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		<title>Kunstwerk und Rahmen &#8211; Eine wirkungsphilosophische Annäherung</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jan 2009 14:51:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ElsaLeRoy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eine philosophische, psychologische und ästhetische Begegnung]]></category>
		<category><![CDATA[Bild]]></category>
		<category><![CDATA[Bilderrahmen]]></category>
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		<description><![CDATA[„Das Wesen des Kunstwerkes ist, ein Ganzes für sich zu sein“ Georg Simmel Um das Wirken eines Kunstwerks zu verstehen, ist es naheliegend seine einzelnen Komponenten, deren Zusammenhang und besonders ihr Zusammenspiel zu betrachten. Ein Kunstwerk ist immer eine Einheit aus Einzelheiten, welche sonst nur der Welt als Ganzes und der Seele zugeschrieben werden. Wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre style="margin-bottom: 0cm;">„<em>Das Wesen des Kunstwerkes ist, ein Ganzes für sich zu sein</em>“</pre>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Georg Simmel</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;">Um das Wirken eines Kunstwerks zu verstehen, ist es naheliegend seine einzelnen Komponenten, deren Zusammenhang und besonders ihr Zusammenspiel zu betrachten. Ein Kunstwerk ist immer eine Einheit aus Einzelheiten, welche sonst nur der Welt als Ganzes und der Seele zugeschrieben werden.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;">Wir gehen von einem Kunstwerk in Form eines Bildes aus, demnach von dem Wechselspiel zwischen den Einzelheiten Rahmen und Bild. Anlehnend an die These des Philosophen und Soziologen Georg Simmel (1858-1918), die er in seinem Vortrag <em>Der Bildrahmen Ein ästhetischer Versuch</em><span style="font-style: normal;"><a class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote1anc" href="#sdfootnote1sym"><sup>1</sup></a> aufstellte, schließt sich das Kunstwerk gegen alles ihm Äußere ab. Dieser Abschluss ist als eine Art Grenze anzusehen. Wenden wir diese Theorie auf ein Kunstwerk in Form eines Bildes oder Gemäldes an, so wird der Abschluss durch den Rahmen gebildet.</span></p>
<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: justify;">
<dl class="wp-caption aligncenter" style="width: 198px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4f/Simmel_01.JPG"><img title="Georg Simmel" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4f/Simmel_01.JPG" alt="Georg Simmel" width="188" height="251" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Georg Simmel</dd>
</dl>
</div>
<p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; text-align: justify;">
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;"><span style="font-style: normal;">Simmels kritische Auseinandersetzung mit der Wirkungsästhetik offenbart hier folgerichtig, dass der Rahmen eines Kunstwerkes eine Doppelfunktion einnimmt. Einerseits stellt er einen Abschluss, eine Art </span><em>Gleichgültigkeit und Abwehr nach außen</em><span style="font-style: normal;"> dar, andererseits vereinheitlicht er nach innen und bildet einen Zusammenschluss von Rahmen und Bild, von außen </span><em>und</em><span style="font-style: normal;"> innen. Die Doppelfunktion des Rahmens ist demnach eine Symbolisierung und gleichzeitige Verstärkung des Kunstwerks durch den Rahmen.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; text-align: justify;">Man kann daraus schlussfolgern, dass die abgrenzende Funktion, die ein Bilderrahmen offensichtlich besitzt, ausschließt. Und wenn der Bilderrahmen ausschließt, ist der Betrachter in diesem Ausschluss ebenso betroffen wie alles andere. Warum schließt ein Rahmen aber ganz offenbar doch nicht aus, sondern läd den Betrachter vielmehr ein, sich mit dem Kunstwerk und Werkinneren zu beschäftigen?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; text-align: justify;">Simmel bietet hier an, dass gerade der Ausschluss des Betrachters verhilft, das Kunstwerk in Distanz zu stellen. In jener Distanz erst könne sich die Ästhetik genießbar entfalten.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; text-align: justify;">Fassen wir zusammen: Aus der Distanz und der Einheit, Aus Antithese und Synthese, aus der einen und der anderen Seite, tritt eine tiefere, befriedigende Geschlossenheit hervor, jene Eigenschaft eines (gerahmten) Bildes, die den Betrachter vereinnahmt und ihn somit wieder miteinschließt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; text-align: justify;">
<p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; text-align: justify;">Simmels Ansatz ist vor allem dahingehend gerechtfertigt und erscheint nachvollziehbar, insofern Distanz, auch abseits der Kunst, tiefgründigeres Urteilen erst ermöglicht. Hier offenbart sich der interpretative Ansatz der Wirkung eines Bilderrahmens und die unbewusste Verstärkung des Inbegriffenen beim Rezipienten.</p>
<p></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; text-align: justify;">
<p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal; text-align: justify;">
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;">
<div id="sdfootnote1" style="text-align: justify;">
<h5 class="sdfootnote" style="text-align: justify;"><a class="sdfootnotesym" name="sdfootnote1sym" href="#sdfootnote1anc">1</a> aus: Georg Simmel, <em>Aufsätze und Abhandlungen 1901-1908</em>, Band 1, 	hrsg. von Rüdiger Kramme, Angela Rammstedt und Otthein 	Rammstedt, in: Georg Simmel, Gesamtausgabe,hrsg. von Otthein Rammstedt, Band 7, S. 	101-108</h5>
</div>
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		<title>Charles Baudelaire und der cadre</title>
		<link>http://www.bilderrahmen-blog.de/charles-baudelaire-und-der-cadre/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Jan 2009 20:50:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ElsaLeRoy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eine philosophische, psychologische und ästhetische Begegnung]]></category>
		<category><![CDATA[19.Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Ästhetik]]></category>
		<category><![CDATA[Baudelaire]]></category>
		<category><![CDATA[Bilderrahmen]]></category>
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		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstobjekt]]></category>
		<category><![CDATA[Rahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Teil 1 Comme un beau cadre ajoute à la peinture, Bien qu&#8217;elle soit d&#8217;un pinceau très vanté, Je ne sais quoi d&#8217;étrange et d&#8217;enchanté En l&#8217;isolant de l&#8217;immense nature [...] Ein Bild, ein Gemälde, ein Rahmen. Die Kombination von Kunstwerk und Rahmen ist aus den Museen, Galerien und eigentlich auch aus den Wohnräumen nicht mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm;" align="left"><strong>Teil 1 </strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="left"><em>Comme un beau cadre ajoute à la peinture,<br />
Bien qu&#8217;elle soit d&#8217;un pinceau très vanté,<br />
Je ne sais quoi d&#8217;étrange et d&#8217;enchanté<br />
En l&#8217;isolant de l&#8217;immense nature</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="left">[...]</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="left">
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify">Ein Bild, ein Gemälde, ein Rahmen. Die Kombination von Kunstwerk und Rahmen ist aus den Museen, Galerien und eigentlich auch aus den Wohnräumen nicht mehr wegzudenken. Dabei bemerken wir häufig die Existenz eines Rahmens erst dann, wenn er fehlt. Der Grund dafür ist, dass die ästhetische Wirkung, die ein Bild ausstrahlt, sich verändert.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify">Die primär subtile Erscheinung des Rahmens in der Wahrnehmung des Menschen entfaltet sich in einer entstehenden Leerstelle, die das Bild nackt erscheinen lässt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify">Der Rahmen kommt in unserer Welt so häufig vor, wie Tische, Stühle, Schränke, Stühle oder Bette.. Dass erst das Entfernen des Rahmens seine Wichtigkeit unterstreicht, hat einen psychologischen Hintergrund. Treten Dinge in der Umwelt des Menschen häufig und in zuverlässiger Gewohnheit auf, nimmt er diese unbewusst zur Kenntnis. Erst das Entfernen eines Solchen, macht sich perzeptiv bemerkbar. Die entstandene Leerstelle wird als ungewöhnlich, vom Gewohnten Stimulus abweichend, interpretiert. Insofern kann ebenso ein Bild unvollkommen oder uninteressant &#8211; das gleiche gerahmt hingegen als ein großartiges, von Schönheit strahlendes, Kunstwerk wirken. Die Ästhetik eines Bildes ist ebenso abhängig von seinem Rahmen wie jener von der des Bildes. Bild und Rahmen stellen eine Art ästhetische Symbiose dar. Wir sehen die beiden Komponenten als ein Ganzes, nie würde man den Rahmen als ein vom Bild abtrennbaren Teil ansehen, auch wenn dies technisch der Fall ist. Bild und Rahmen konstituieren das Kunstobjekt.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 312px"><a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/3f/Charles_Baudelaire2.jpg"><img title="Charles Baudelaire" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/3f/Charles_Baudelaire2.jpg" alt="" width="302" height="364" /></a><p class="wp-caption-text">Charles Baudelaire</p></div>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify">Insofern rechtfertigt das Gedicht <em>Le cadre</em> (Der Rahmen) aus dem Zyklus<em> Les Fleurs du Mal</em> (die Blumen des Bösen, 1857) des französischen Dichters Charles Baudelaire (1821-1867) jene Auslegung. Neben seiner Auslegung des modernen Großstadtmenschens, ließ Baudelaire, der ab 1845 als Kunstkritiker tätig war, sein erstaunlich zukunftsorientiertes Gespür für Kunst in sein Werk einfließen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify">Ein genauerer Blick in jenes Gedicht gibt Aufschluss darüber. Noch welche Begabtheit und Kunstfertigkeit hinter dem Gemälde selbst steht (<em>Bien qu&#8217;elle soit d&#8217;un pinceau très vanté)</em>, der Rahmen ist letztendlich das entscheidende Kriterium, jenes Bild dahingehend zu positivieren, es &#8216;seltsam-bezaubernd strahlen&#8217; zu lassen (<em>Je ne sais quoi d&#8217;étrange et d&#8217;enchanté )</em> und es gleichzeitig mithilfe des Rahmen hervortreten zu lassen. Daraus resultiert, dass der Rahmen eben kein technisches oder pragmatisches Attribut des Schützens und als Hilfe des Aufhängens darstellt, sondern eben als ein Teil des Bildes.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify">Was im 19. Jahrhundert Baudelaire so treffend erkannte, besitz heute noch Gültigkeit. Ebenso lohnt es sich, die Gedanken nicht nur auf das Werkinnere zu konzentrieren, sondern dem Rahmen, als Teil des Ganzen, jenen Respekt zukomen zu lassen, den er verdient.</p>
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